Alstervital - Praxis für naturheilkundliche Prophylaxe
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Kinder- und Jugendtherapie

Jürgen Tietge

Jürgen Tietge begann sich durch einen besonderen Schicksalsschlag mit der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu beschäftigen. Verhaltensauffälligkeiten bei einer weiterhin steigenden Anzahl von Heranwachsenden, Veränderungen innerhalb der Familien, insbesondere die sich ändernden Beziehungen zwischen Eltern, Kindern und nicht zuletzt der Schulen, schufen eine Situation, der man mit pädagogischen oder gar disziplinierenden Maßnahmen allein nicht mehr Herr werden konnte. Gesprächs- und Bewegungstherapie auf neurophysiologischer Grundlage schien ihm die beste aller Möglichkeiten: So sammelte er erste Erfahrungen mit der Feldenkraismethode mit Gruppenarbeit in Schulen und Kindergärten. Durch einen Artikel gegen das auffällig stark anwachsende Verordnen von RITALIN u.ä. berief ihn Dr. Inge Flehmig an ihr Institut, das Zentrum für Kindesentwicklung. Heute arbeitet der lizenzierte Feldenkraispädagoge mit großem Erfolg in der Praxis für naturheilkundliche Prophylaxe in enger Zusammenarbeit mit Heilpraktikern und Krankengymnasten.

Die Bedeutung der Feldenkrais-Therapie für die Entwicklung Heranwachsender

Von Geburt an bewegen wir uns auf unsere eigene, durch unterschiedliche Vorgaben entstandene Weise. Gesellschaftlich bedingte Erziehung und umweltbeeinflusstes Verhalten lassen Muster entstehen, die im Laufe des Lebens Blockaden bewirken. Blockaden führen jedoch immer zu Beschwerden und sind in vielen Fällen Ursache ernsthafter Erkrankungen. Dies war, kurz ausgedrückt, die Erkenntnis von Moshé Feldenkrais nach der Beobachtung unzähliger Menschen. Sie wurde Ausgangsgedanke seiner Arbeit.

Die Methode ist so einfach wie genial: Allein durch die Körperübungen stimulieren wir unsere gesamte Sensibilität - Wahrnehmung, Erkennen, Spüren und Fühlen. Diese Erfahrungen wirken nicht nur körperlich, sondern beeinflussen uns auch mental und psychisch. Sie greifen in unsere gesamte Persönlichkeit ein und versetzen uns in die Lage, alte Gewohnheiten durch neue Visionen, Starrheit durch Flexibilität und Stillstand durch Innovation zu ersetzen.

Feldenkraisarbeit bedeutet „sich auf den Weg machen“ – ist nicht nur eine angewandte neu-rophysiologische Therapie sondern wesentlich auch eine Lernmethode. Sie setzt in den Menschen Denkprozesse frei und dies allein durch das Wirken der neurophysiologischen Mechanik. Neurophysiologische Mechanik - durch körperliche Übungen ausgelöste funktionale Bewegungsentwicklung – biologisches Lernen, wie Feldenkrais dies ausgedrückt haben wollte.

Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen unterstützten die regelmäßigen Übungen maßgeblich die Entwicklung der Heranwachsenden bis zum Ende der Hinreifung mit etwa 18 Jahren. Durch die rasche Zunahme an Beweglichkeit verbessert sich zusehends die Haltung. Haltung und Verhalten sind sehr eng miteinander verbunden. Mehr Beweglichkeit bedeutet mehr Lebensqualität, somit zunehmende Freude an der Bewegung – funktionaler Bewegung. Ganz besonders in Ausübung seines eigenen Sports.

Auf die rein körperliche Seite beschränkt, bedeutet dies zunächst Lösung von Blockaden - verbesserte Atmung und geringerer Muskeltonus. Sehr gute Erfolge haben wir bei z. B. bei Tinitus, Kopfschmerzen, sowie Rücken- und Gelenkbeschwerden von Schülern erzielen können. Der therapeutischer „Nebeneffekt“ bei regelmäßiger Feldenkraisarbeit ist sehr deutlich: Krankengymnastische Behandlungen sind nicht mehr erforderlich!

Auf der psychischen Ebene bedeutet dies eine wesentliche Steigerung der Wahrnehmung – ein kontinuierlicher Abbau von Koordinationsstörungen, sowie die deutliche Zunahme von Vertrauen zu sich selbst. Selbstvertrauen durch steigende Erkenntnis über sich und die eigenen Handlungen. Die deutliche Abnahme von Suchtverhalten (hier sind nicht Alkohohl und andere Drogen gemeint, sondern Sucht nach Süßigkeiten, Fernsehen, Videospielen etc.), Ängsten, Ess- und Schlafstörungen ist von uns beobachtet worden. Der rasche Gewinn an Zutrauen in die eigenen Entscheidungen, verändert wesentlich sowohl „Opfer-, als auch Täterverhalten“ und schafft Raum aggressive Reaktionen besser zu kanalisieren. Das das Allgemein- und Sozialverhalten verbessert sich rasch und entspannt somit wesentlich die Beziehung Schüler(in), Schule, Elternhaus. Unsere Erfahrung auch mit Schülern und Schülerinnen aus Integrationsklassen haben eindeutig aufgezeigt, wie die Konzentrationsfähigkeit zunimmt, das Gedächtnis besser wird und der Lernerfolg die Schüler sehr positiv beeinflusst.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die regelmäßig angewandte Feldenkraisarbeit von nahezu allen Kindern und Jugendlichen sehr schnell und mit viel Freude angenommen wird. Die Zunahme jedes Einzelnen an Erkenntnis über die Notwendigkeit des sich Einbringens in die Solidargemeinschaft, schafft bereits mittelfristig unbelastetere Verhältnisse zwischen den Kindern, der häuslichen Situation in der Familie und der Schule.

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